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Pharmastandort Deutschland: An die Wand reguliert?
Die FinanzKommission Gesundheit soll bis Ende des Jahres Ideen für strukturelle Reformen für ein effizienteres Gesundheitssystem entwickeln. Dabei plant sie offenbar weitere Eingriffe im Bereich von Arzneimittelinnovationen: So sollen „kontinuierliche Evaluationen“ des Zusatznutzens eines neuen Medikaments auch ohne die schon heute möglichen konkreten Anlässe möglich werden. Außerdem ist eine Stärkung der Kosten-Nutzen-Betrachtung im Gespräch. Der Pharmaverband BPI fürchtet „zusätzliche Regulierung ohne klaren Nutzen.“ Das wäre aus seiner Sicht ein Risiko für Patient:innen, Unternehmen und den Pharmastandort Deutschland.

Forschung für die Ultraseltenen: Eine nicht behandelbare Krankheit behandelbar machen
Die Thymidinkinase-2-Defizienz (TK2d) ist eine ultraseltene, vererbbare und lebensbedrohliche Erkrankung mit einer hohen Sterblichkeit im Kindesalter. Zu den Folgen zählen zunehmende Muskelschwäche, Schwierigkeiten beim Schlucken, Sprechen und Atmen. Bisher war die Medizin relativ machtlos; behandelt wurden lediglich die Symptome. Doch ein in diesem Jahr zugelassenes Medikament verändert für Menschen mit TK2d die Perspektive: Erstmals geht es darum, den Krankheitsverlauf selbst zu beeinflussen und möglicherweise Fähigkeiten zu erhalten oder zurückzugewinnen.

Neurodermitis: Zwischen Fehlversorgung und innovativen Behandlungsmöglichkeiten
Sie gehört zu den häufigsten chronischen Erkrankungen der Haut: die atopische Dermatitis, auch bekannt als Neurodermitis. In Deutschland sind etwa 3,5 Millionen Menschen betroffen – der Leidensdruck ist oft enorm. Bei den Behandlungsmöglichkeiten hat sich in den vergangenen zehn Jahren viel getan. Doch zu viele Patient:innen erhalten eine Therapie, die nicht dem aktuellen Stand der Wissenschaft entspricht und die sogar schädlich sein kann – obwohl es Arzneimittelinnovationen gibt. Auf einer Digitalveranstaltung sprachen Fachleute darüber. Dabei wurde deutlich: Eine bedarfsgerechte Behandlung kann nicht nur die Krankheitslast reduzieren, sondern sich auch positiv auf Kostenträger und Volkswirtschaft auswirken.

Tag der Patient:innensicherheit: 7 Punkte für eine bessere Onkologie
„Sichere Versorgung chronisch erkrankter Menschen – für ein gutes Leben!“ Das ist in diesem Jahr das deutsche Motto für den Welttag der Patientensicherheit. Die Initiative Vision Zero e.V. nimmt den 17. September zum Anlass, um umfassende Reformforderungen an die Politik zu stellen. Angesichts der wachsenden Zahl von Krebslangzeitüberlebenden braucht es demnach einen Paradigmenwechsel in der Onkologie: Patientenzentrierter, vernetzter, datengetriebener, präventiver muss sie sein, damit Innovationen von der Diagnose bis zur Nachsorge schneller und flächendeckend verfügbar sind.

Patientensicherheit: Was Pharmaunternehmen dafür tun
Jedes Jahr am 17. September ist Welttag der Patient:innensicherheit. Was forschende Pharmaunternehmen dafür tun, dass die Menschen, die ihre Arzneimittel einnehmen, eine gute, sichere Versorgung erhalten? Darüber haben wir mit Tanja Rohkamm gesprochen. Sie leitet bei Gilead Sciences in Deutschland die Patient Safety-Abteilung.

Klinische Forschung: So könnte sie das Gesundheitssystem stabilisieren
Klinische Forschung führt nicht nur zu wissenschaftlichem Fortschritt, sondern sie könnte auch dazu beitragen, Strukturen zu stärken und das Gesundheitssystem zu entlasten. Wie das gelingen kann, darüber haben wir mit Daniela Karl gesprochen, 1. Vorsitzende von „Buveba e.V.“, dem Bundesverband des nichtärztlichen Studienpersonals.
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Pharma in Europa: Es „schrillen die Alarmglocken“
Sie finden deutliche Worte: Neun Spitzenvertreter:innen großer Pharmaunternehmen warnen, dass Europa im globalen Wettbewerb um Investitionen, Forschung und Innovation an Boden verliert. Mit weitreichenden Konsequenzen: „Rund 40 Prozent der neu zugelassenen Therapien erreichen die Patient:innen in Europa nicht“. Doch die Geschichte des Kontinents müsse „keine Geschichte des Niedergangs“ sein. Noch können politische Entscheidungsträger:innen gegenlenken: Dafür müssten sie Arzneimittel als sinnvolle Investition in Gesundheit, Unabhängigkeit und Wohlstand anerkennen.

Krebsforschung: Fortschritt, von dem die ganze Gesellschaft profitiert
Die Geschichte der Krebsmedizin ist die Geschichte eines immer tieferen Verständnisses der Erkrankung. Es begann damit, Tumore zu entfernen. Der nächste Schritt war, die Krebszellen im ganzen Körper zu bekämpfen. Als die Forschung erkannte, dass auch Krebszellen molekulare Schwachstellen haben, entwickelte sich die zielgerichtete Therapie. Schließlich kamen die Medikamente, die nicht mehr den Krebs bekämpfen, sondern dem Immunsystem zeigen, wie das geht. Und heute? Darüber spricht Dr. Niko Andre, Mediziner und Leiter des Onkologie-Bereiches beim forschenden Pharmaunternehmen AstraZeneca in Deutschland, in einem Podcast.

Pharmastandort Deutschland: An die Wand reguliert?
Die FinanzKommission Gesundheit soll bis Ende des Jahres Ideen für strukturelle Reformen für ein effizienteres Gesundheitssystem entwickeln. Dabei plant sie offenbar weitere Eingriffe im Bereich von Arzneimittelinnovationen: So sollen „kontinuierliche Evaluationen“ des Zusatznutzens eines neuen Medikaments auch ohne die schon heute möglichen konkreten Anlässe möglich werden. Außerdem ist eine Stärkung der Kosten-Nutzen-Betrachtung im Gespräch. Der Pharmaverband BPI fürchtet „zusätzliche Regulierung ohne klaren Nutzen.“ Das wäre aus seiner Sicht ein Risiko für Patient:innen, Unternehmen und den Pharmastandort Deutschland.

Forschung für die Ultraseltenen: Eine nicht behandelbare Krankheit behandelbar machen
Die Thymidinkinase-2-Defizienz (TK2d) ist eine ultraseltene, vererbbare und lebensbedrohliche Erkrankung mit einer hohen Sterblichkeit im Kindesalter. Zu den Folgen zählen zunehmende Muskelschwäche, Schwierigkeiten beim Schlucken, Sprechen und Atmen. Bisher war die Medizin relativ machtlos; behandelt wurden lediglich die Symptome. Doch ein in diesem Jahr zugelassenes Medikament verändert für Menschen mit TK2d die Perspektive: Erstmals geht es darum, den Krankheitsverlauf selbst zu beeinflussen und möglicherweise Fähigkeiten zu erhalten oder zurückzugewinnen.

Neurodermitis: Zwischen Fehlversorgung und innovativen Behandlungsmöglichkeiten
Sie gehört zu den häufigsten chronischen Erkrankungen der Haut: die atopische Dermatitis, auch bekannt als Neurodermitis. In Deutschland sind etwa 3,5 Millionen Menschen betroffen – der Leidensdruck ist oft enorm. Bei den Behandlungsmöglichkeiten hat sich in den vergangenen zehn Jahren viel getan. Doch zu viele Patient:innen erhalten eine Therapie, die nicht dem aktuellen Stand der Wissenschaft entspricht und die sogar schädlich sein kann – obwohl es Arzneimittelinnovationen gibt. Auf einer Digitalveranstaltung sprachen Fachleute darüber. Dabei wurde deutlich: Eine bedarfsgerechte Behandlung kann nicht nur die Krankheitslast reduzieren, sondern sich auch positiv auf Kostenträger und Volkswirtschaft auswirken.

Tag der Patient:innensicherheit: 7 Punkte für eine bessere Onkologie
„Sichere Versorgung chronisch erkrankter Menschen – für ein gutes Leben!“ Das ist in diesem Jahr das deutsche Motto für den Welttag der Patientensicherheit. Die Initiative Vision Zero e.V. nimmt den 17. September zum Anlass, um umfassende Reformforderungen an die Politik zu stellen. Angesichts der wachsenden Zahl von Krebslangzeitüberlebenden braucht es demnach einen Paradigmenwechsel in der Onkologie: Patientenzentrierter, vernetzter, datengetriebener, präventiver muss sie sein, damit Innovationen von der Diagnose bis zur Nachsorge schneller und flächendeckend verfügbar sind.
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Kommentar
HIV-Versorgung am Wendepunkt: Jetzt entscheidet sich, wie es weitergeht
Es sind turbulente Zeiten für die weltweite HIV-Versorgung: Medizinische Innovationen eröffnen neue Möglichkeiten für die Prävention und Therapie. Gleichzeitig ist die internationale Finanzierung unter enormen Druck geraten; die Folgen davon können verheerend sein. Doch der Umbruch bietet auch die Chance, die HIV-Versorgung langfristig neu aufzustellen – und sie nachhaltiger und widerstandsfähiger zu gestalten. Ein Kommentar von Pharma Fakten-Redakteurin Alina Massari.
