Gen- und Zelltherapien: Unmögliches möglich machen

Hämophilie, Sichelzellkrankheit, Lymphome: Die Zahl der Indikationen, in denen Gen- und Zelltherapien verfügbar sind, wächst. Gleichzeitig boomt die Forschung – und mit ihr die Hoffnung von Menschen weltweit auf eine Behandlung, die nicht nur die Symptome managt, sondern an den Krankheitsursachen angreift. In einem Bericht lässt der US-amerikanische Pharmaverband PhRMA Patient:innen zu Wort kommen. Ihre Erzählungen machen medizinischen Fortschritt fassbar.

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In Deutschland sterben rund 19.000 Patientinnen jährlich an Brustkrebs. „Vision Zero Oncology“ bringt Menschen zusammen, die das ändern und die Zahl der Todesfälle gegen Null bringen wollen. Photo: Philip Nuernberger

Brustkrebs überlebt: „Ich bin ein Ergebnis von einer Vision Zero“

In der Europäischen Union ist Brustkrebs noch immer die häufigste Krebs-Todesursache bei Frauen. Allein in Deutschland sterben rund 19.000 Patientinnen jährlich daran – trotz aller medizinischen Fortschritte. Der Verein „Vision Zero e.V.“ bringt Menschen zusammen, die das ändern und die Zahl der Todesfälle gegen Null bringen wollen. Was dafür getan werden muss? Darüber sprachen Expert:innen auf dem Berlin Summit der Initiative.

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Neue Krebsmedikamente sollen für den baldigen „Kollaps“ der GKV verantwortlich sein. Das zigste Untergangsszenario kommentiert Florian Martius. Foto: ©iStock.com/Ihor Bulyhin

Über „teure Krebsmedikamente“ und ihre Sprengkraft

Da ist sie wieder – die angekündigte Sprengung der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV). Diesmal sollen es neue Krebsmedikamente sein, die die GKV „in den Kollaps“ treiben. „Auch, weil Pharmakonzerne das deutsche System maximal ausreizen“, wie der SPIEGEL schreibt. Eine steile These, kommentiert Florian Martius.

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Krebs in Europa: Mehr Investitionen – mehr Leben

Sind Krebserkrankungen bald die häufigste Todesursache in Europa und lösen die Herzkreislauf-Erkrankungen als Killer Nr. 1 ab? Davon geht das renommierte Swedish Institute for Health Economics (IHE) aus. Schon heute ist fast jeder vierte Todesfall in Europa (23 Prozent) auf eine Tumorerkrankung zurückzuführen – Tendenz steigend. Das zeigt: Die Länder müssen ihre Anstrengungen in den Bereichen Prävention, Früherkennung, Diagnose und Behandlung verstärken. Das Geld wäre gut investiert.

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Auf dem CAR-T Congress in Berlin kamen Patient:innen und Expert:innen unter anderem aus Wissenschaft, Klinik, Kostenträgern und Industrie zusammen, um darüber zu sprechen, wie die Versorgung der Patient:innen mit CAR-T-Zelltherapien verbessert werden kann. Foto: iStock.com/:Jacob Wackerhausen

Krebs zurückgedrängt: „Ich bin hier, weil es die CAR-T-Zelltherapie gibt.“

CAR-T-Zelltherapien können das Leben von Menschen mit hochaggressiven Blutkrebserkrankungen auf den Kopf stellen, zunehmend sogar Hoffnung auf Heilung geben. So wie bei Jan Leidecker, der seine bewegende Geschichte auf dem „CAR-T Congress 2026“ des LAWG Deutschland e.V. in Berlin erzählte. Dort kamen Patient:innen und Fachleute aus Medizin, Wissenschaft, Industrie und Kostenträgern zusammen, um über das Potenzial dieser besonderen Behandlungsform zu sprechen. Alle waren sich einig: Im deutschen Gesundheitssystem muss sich einiges ändern, damit die Versorgung besser wird – und die Bundesrepublik beim medizinischen Fortschritt mithält.

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Häufige Klinikbesuche können für Menschen mit Erkrankungen wie Brustkrebs eine große Belastung darstellen. Digitale Lösungen können hier unterstützen – und die Sicherheit erhöhen.

Weniger Klinikbesuche, mehr Sicherheit: Digitale Lösungen für Brustkrebspatientinnen

Brustkrebs ist heute oft gut behandelbar. Selbst im metastasierten Stadium können die Patien:tinnen häufig noch viele Jahre mit der fortgeschrittenen Erkrankung leben. Moderne Therapien machen jedoch eine engmaschige medizinische Betreuung erforderlich. Die zahlreichen Klinikbesuche stellen für Betroffene und ihre Angehörigen eine erhebliche Belastung dar. Digitale Lösungen sollen hier unterstützen, Wege reduzieren und zugleich die Sicherheit erhöhen. Ein Interview mit Nicolas Weber, Head Innovation & Activation beim forschenden Pharmaunternehmen Novartis Deutschland.

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ADCs sind einer der Innovationsmotoren in der Onkologie. Die Medikamente verändern das Leben von Menschen mit Krebs schon heute nachhaltig. Die Pipelines sind gut gefüllt. Foto: ©iStock.com/Love Employee

Intelligentes Trio: Antikörper-Wirkstoff-Konjugate gegen Krebs

Wer heute über die wichtigsten Innovationsmotoren in der Onkologie nachdenkt, kommt an ihnen nicht vorbei: Antikörper-Wirkstoff-Konjugate; kurz: ADCs. Sie verändern spürbar, wie Krebs behandelt wird, denn sie verbinden die Zielgenauigkeit von Antikörpern mit der Kraft hochpotenter Chemotherapien. Im bayerischen Pfaffenhofen entsteht zurzeit ein Zentrum zu Entwicklung und Herstellung dieser Präparate. Das Ziel: Das Leben von Menschen mit Krebserkrankungen nachhaltig zu verändern.

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70.000 Frauen erhalten in Deutschland die Diagnose Brustkrebs. Zu viele von ihnen werden nicht nach den neuesten wissenschaftlichen Standards behandelt. Foto: ©iStock.com/EvgeniyShkolenko

Brustkrebs: Bei der Versorgung ist Luft nach oben

70.000 Frauen erhalten in Deutschland die Diagnose Brustkrebs. Das ist eine Neudiagnose alle sieben bis acht Minuten. Während die Versorgung in Deutschland im internationalen Vergleich als gut gilt, gibt es doch einige Hürden, die dafür sorgen, dass die Betroffenen nicht nach den neuesten wissenschaftlichen Standards behandelt werden. Sie und ihre Angehörigen bezahlen das mit unnötigem Leid und frühzeitigem Tod. Um diese Hürden ging es bei dem Politikfrühstück des Tagesspiegels „Früherkennung, metastasierter Brustkrebs und der Weg zu innovativen Therapien“.

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Die WHO und die Internationale Agentur für Krebsforschung haben eine neue Analyse veröffentlicht: Bis zu 40 Prozent aller Tumorfälle weltweit wären demnach vermeidbar. Foto: ©iStock.com/Bulgnn

Weltweit vermeidbar: 40 Prozent aller Krebsfälle

7,1 Millionen Diagnosen pro Jahr müsste es nicht geben: Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehen fast 40 Prozent aller Tumorerkrankungen weltweit auf Ursachen zurück, die sich verhindern ließen. Zahlreiche Menschen könnten vor der belastenden Diagnose „Sie haben Krebs“ bewahrt werden – vorausgesetzt, die Prävention wird gestärkt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie.

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Gen- und Zelltherapien: Unmögliches möglich machen

Hämophilie, Sichelzellkrankheit, Lymphome: Die Zahl der Indikationen, in denen Gen- und Zelltherapien verfügbar sind, wächst. Gleichzeitig boomt die Forschung – und mit ihr die Hoffnung von Menschen weltweit auf eine Behandlung, die nicht nur die Symptome managt, sondern an den Krankheitsursachen angreift. In einem Bericht lässt der US-amerikanische Pharmaverband PhRMA Patient:innen zu Wort kommen. Ihre Erzählungen machen medizinischen Fortschritt fassbar.

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In Deutschland sterben rund 19.000 Patientinnen jährlich an Brustkrebs. „Vision Zero Oncology“ bringt Menschen zusammen, die das ändern und die Zahl der Todesfälle gegen Null bringen wollen. Photo: Philip Nuernberger

Brustkrebs überlebt: „Ich bin ein Ergebnis von einer Vision Zero“

In der Europäischen Union ist Brustkrebs noch immer die häufigste Krebs-Todesursache bei Frauen. Allein in Deutschland sterben rund 19.000 Patientinnen jährlich daran – trotz aller medizinischen Fortschritte. Der Verein „Vision Zero e.V.“ bringt Menschen zusammen, die das ändern und die Zahl der Todesfälle gegen Null bringen wollen. Was dafür getan werden muss? Darüber sprachen Expert:innen auf dem Berlin Summit der Initiative.

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Neue Krebsmedikamente sollen für den baldigen „Kollaps“ der GKV verantwortlich sein. Das zigste Untergangsszenario kommentiert Florian Martius. Foto: ©iStock.com/Ihor Bulyhin

Über „teure Krebsmedikamente“ und ihre Sprengkraft

Da ist sie wieder – die angekündigte Sprengung der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV). Diesmal sollen es neue Krebsmedikamente sein, die die GKV „in den Kollaps“ treiben. „Auch, weil Pharmakonzerne das deutsche System maximal ausreizen“, wie der SPIEGEL schreibt. Eine steile These, kommentiert Florian Martius.

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Krebs in Europa: Mehr Investitionen – mehr Leben

Sind Krebserkrankungen bald die häufigste Todesursache in Europa und lösen die Herzkreislauf-Erkrankungen als Killer Nr. 1 ab? Davon geht das renommierte Swedish Institute for Health Economics (IHE) aus. Schon heute ist fast jeder vierte Todesfall in Europa (23 Prozent) auf eine Tumorerkrankung zurückzuführen – Tendenz steigend. Das zeigt: Die Länder müssen ihre Anstrengungen in den Bereichen Prävention, Früherkennung, Diagnose und Behandlung verstärken. Das Geld wäre gut investiert.

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Auf dem CAR-T Congress in Berlin kamen Patient:innen und Expert:innen unter anderem aus Wissenschaft, Klinik, Kostenträgern und Industrie zusammen, um darüber zu sprechen, wie die Versorgung der Patient:innen mit CAR-T-Zelltherapien verbessert werden kann. Foto: iStock.com/:Jacob Wackerhausen

Krebs zurückgedrängt: „Ich bin hier, weil es die CAR-T-Zelltherapie gibt.“

CAR-T-Zelltherapien können das Leben von Menschen mit hochaggressiven Blutkrebserkrankungen auf den Kopf stellen, zunehmend sogar Hoffnung auf Heilung geben. So wie bei Jan Leidecker, der seine bewegende Geschichte auf dem „CAR-T Congress 2026“ des LAWG Deutschland e.V. in Berlin erzählte. Dort kamen Patient:innen und Fachleute aus Medizin, Wissenschaft, Industrie und Kostenträgern zusammen, um über das Potenzial dieser besonderen Behandlungsform zu sprechen. Alle waren sich einig: Im deutschen Gesundheitssystem muss sich einiges ändern, damit die Versorgung besser wird – und die Bundesrepublik beim medizinischen Fortschritt mithält.

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Häufige Klinikbesuche können für Menschen mit Erkrankungen wie Brustkrebs eine große Belastung darstellen. Digitale Lösungen können hier unterstützen – und die Sicherheit erhöhen.

Weniger Klinikbesuche, mehr Sicherheit: Digitale Lösungen für Brustkrebspatientinnen

Brustkrebs ist heute oft gut behandelbar. Selbst im metastasierten Stadium können die Patien:tinnen häufig noch viele Jahre mit der fortgeschrittenen Erkrankung leben. Moderne Therapien machen jedoch eine engmaschige medizinische Betreuung erforderlich. Die zahlreichen Klinikbesuche stellen für Betroffene und ihre Angehörigen eine erhebliche Belastung dar. Digitale Lösungen sollen hier unterstützen, Wege reduzieren und zugleich die Sicherheit erhöhen. Ein Interview mit Nicolas Weber, Head Innovation & Activation beim forschenden Pharmaunternehmen Novartis Deutschland.

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ADCs sind einer der Innovationsmotoren in der Onkologie. Die Medikamente verändern das Leben von Menschen mit Krebs schon heute nachhaltig. Die Pipelines sind gut gefüllt. Foto: ©iStock.com/Love Employee

Intelligentes Trio: Antikörper-Wirkstoff-Konjugate gegen Krebs

Wer heute über die wichtigsten Innovationsmotoren in der Onkologie nachdenkt, kommt an ihnen nicht vorbei: Antikörper-Wirkstoff-Konjugate; kurz: ADCs. Sie verändern spürbar, wie Krebs behandelt wird, denn sie verbinden die Zielgenauigkeit von Antikörpern mit der Kraft hochpotenter Chemotherapien. Im bayerischen Pfaffenhofen entsteht zurzeit ein Zentrum zu Entwicklung und Herstellung dieser Präparate. Das Ziel: Das Leben von Menschen mit Krebserkrankungen nachhaltig zu verändern.

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70.000 Frauen erhalten in Deutschland die Diagnose Brustkrebs. Zu viele von ihnen werden nicht nach den neuesten wissenschaftlichen Standards behandelt. Foto: ©iStock.com/EvgeniyShkolenko

Brustkrebs: Bei der Versorgung ist Luft nach oben

70.000 Frauen erhalten in Deutschland die Diagnose Brustkrebs. Das ist eine Neudiagnose alle sieben bis acht Minuten. Während die Versorgung in Deutschland im internationalen Vergleich als gut gilt, gibt es doch einige Hürden, die dafür sorgen, dass die Betroffenen nicht nach den neuesten wissenschaftlichen Standards behandelt werden. Sie und ihre Angehörigen bezahlen das mit unnötigem Leid und frühzeitigem Tod. Um diese Hürden ging es bei dem Politikfrühstück des Tagesspiegels „Früherkennung, metastasierter Brustkrebs und der Weg zu innovativen Therapien“.

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Die WHO und die Internationale Agentur für Krebsforschung haben eine neue Analyse veröffentlicht: Bis zu 40 Prozent aller Tumorfälle weltweit wären demnach vermeidbar. Foto: ©iStock.com/Bulgnn

Weltweit vermeidbar: 40 Prozent aller Krebsfälle

7,1 Millionen Diagnosen pro Jahr müsste es nicht geben: Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehen fast 40 Prozent aller Tumorerkrankungen weltweit auf Ursachen zurück, die sich verhindern ließen. Zahlreiche Menschen könnten vor der belastenden Diagnose „Sie haben Krebs“ bewahrt werden – vorausgesetzt, die Prävention wird gestärkt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie.

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Kommentar

GKV-Spargesetz: Das Narrativ stimmt nicht

Die Bundesregierung betont, dass sie mit dem vorgelegten Entwurf zum Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) „allen Beteiligten – von der Pharmaindustrie über die Ärztinnen und Ärzte bis hin zu den Krankenhäusern – etwas abverlangt, um dieses System zukunftsfähig zu machen.“ Das aber ist nicht nur der falsche Weg – es stimmt auch einfach nicht. Ein Kommentar von Florian Martius.

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